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Riesterrente und Geringverdiener

Die Riester-Rente lohnt oft doch...

Riester-Rente: rechnen lohnt.

Immer wieder wird gesagt die Riesterrente sei nichts für Geringverdiener. Die Argumentation hat durchaus eine Berechtigung. Schließlich werden Riesterrenten im Alter als Einkommen gewertet und so könnte es ein Nullgeschäft werden, da die Leistungen voll mit der Mindestsicherung verrechnet werden.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit!

Das sollten Sie unbedingt noch über die Riester-Rente wissen:

Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen unter 750 Euro leben,  können Sozialleistungen erhalten, die das Einkommen bis 750 Euro ergänzen. Hintergrund ist das Existenzminimum von 750 Euro auf das aufgestockt werden kann.

Ein Beispiel für einen/eine Ledige ohne Riestervertrag:
» Einkommen aus der Beschäftigung 500 Euro monatlich
» Aufstockungsbetrag durch ARGE 250 Euro
» Insgesamt verfügbarer Betrag 750 Euro
Durch Abschluss eines Riestervertrages kann im folgenden Beispiel auf Grundlage des Sozialgesetzbuches II § 11 (2) 4 das maßgebende monatliche Einkommen pauschal! um 100 Euro fiktiv gemindert werden. Dadurch erhöht sich der reale Aufstockungsbetrag auf 350 Euro und somit auch der monatlich verfügbare Betrag.
Ein Beispiel für einen/eine Ledige mit Riestervertrag:

» Der Mindesteigenbeitrag zur Riesterrente abzgl. Zulagen beträgt 7,16 Euro
» Pauschalbetrag gem. SGB II § 11 100,00 Euro
» Einkommen nach Abzug des Pauschalbetrags 400,00 Euro
» deshalb neuer Aufstockungsbetrag durch ARGE 350,00 Euro
» Monatliches Einkommen aus Erwerbstätigkeit 500,00 Euro
» Verfügbarer Betrag 842,84 Euro
Fazit: Dadurch wird nicht nur eine Minialtersvorsorge angespart, sondern die Beispielperson hat sogar monatlich 92,84 Euro mehr zur Verfügung.

Die Links zu den entsprechenden Gesetzestexten:

Bitte beachten Sie hier besonders den zweiten Link, Abs. 1 unter 4.)

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11.html
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11b.html

 

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6 thoughts on “Riesterrente und Geringverdiener

  1. Peter Sieverth sagt:

    Wirklich anschaulich dargestellt, welchen Zweck die Riester-Rente hat. Es soll ja ein Zuschlag zur Altersrente sein, welchen sich jeder nach seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen aufbauen kann. Wie überall ist es auch hierbei ratsam, sich vom Fachmann beraten zu lassen.

  2. Helena sagt:

    Sehr schöner Beitrag. ;=)

    Viele kritisieren nicht den Riester Vertrag an sich, nein. Meistens werden Riesterrenten Versicherungen herangezogen und dann schlecht dar gestellt. Doch bis auf die Versicherungen, gibt es noch drei weitere Anlageformen. Doch egal welche form man wählt, wichtig ist einfach nur das auf gewisse Kleinigkeiten beim Riestern geachtet wird und man hat nie ärger mit seinem Riester. Wie zum Beispiel die Zulagenrückforderung. Bei den meisten sind es nur kleine punkte die übersehen worden sind und schon greift die ZFA nach den Zulagen.

    Immer schön auf die wichtigen Dinge achten

  3. Verbraucherforum sagt:

    Auch wenn die Riester Rente sehr negativ behaftet ist, Fakt ist, dass jeder was für seine Altersrente tun muss und im Gegensatz zu den klassischen Produkten, die Riester Rente sehr wohl positiv da steht, dies wurde in der letzten Stiftung Warentest auch wieder angesprochen. Riester hin oder her: mit Hilfe der Riester Rente und den Zulagen kann man sich auf jeden Fall eine höhere Altersrente zusammen sparen.

  4. Maria sagt:

    Hallo,
    ich (weiblich, 32 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, in Teilzeit berufstätig) habe seit 2008 einen Riester-Vertrag. Jeden Monat zahle ich 53 Euro und würde nach heutiger Rechnung 400 Euro zuzüglich zu meiner gesetzlichen Rente bekommen. Für die private Altersvorsorge ist Riester auf jeden Fall auch bei Geringverdienern zu empfehlen. Das Gute ist, dass man die monatlichen Beiträge reduzieren, wenn man z. B. arbeitslos wird, oder auch erhöhen kann, sollte das Einkommen steigen. Diese Flexibilität bietet etwa eine Lebensversicherung nicht.

  5. J. Novak sagt:

    Ich bin bei alle Produkten, die mehr oder weinger mit der staatlichen Rente verbunden sind, kritisch. Aber auch ich glaube dass die Riester-Rente in vielen Fällen sehr gut ist. Bisher dachte ich immer sie ist nur bei gutverdienenden Personen wegen der Steuerförderung rentabel ist. Dieser Artikel ist wirklich interessant dadurch ist die Riesterversicherung gerade für sehr schlecht verdienende Personen interessant. Sieht man sich noch die Pläne von Frau von der Leyen an wird es doppelt interessant. Ein sehr guter Tipp Herr Kollege.

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